Abenteuerwoche im Allgäu – Die 5. Klassen im Schullandheim in Füssen

Nach den Osterferien machten sich die drei 5. Klassen unserer Schule gemeinsam mit ihren Klassenleitern und Begleitlehrkräften auf den Weg ins Schullandheim beziehungsweise in die Jugendherberge nach Füssen. Für viele war es die erste längere Klassenfahrt ohne Eltern – entsprechend groß waren die Aufregung und die Vorfreude.

Schon bei der Ankunft zeigte sich das Allgäu zunächst von seiner eher ungemütlichen Seite: Es war kalt, regnerisch und die dichten Wolken ließen die Berge nur erahnen. Nach der Zimmerverteilung ging es jedoch direkt los mit einer spannenden Stadtrallye durch die Füssener Altstadt. Dabei erkundeten die Schülerinnen und Schüler das Hohe Schloss, den Lechfall und überquerten auch die Brücke dort – für manche eine kleine Herausforderung, die aber am Ende alle erfolgreich meisterten.

Am nächsten Tag stand ein echtes Highlight auf dem Programm: der Besuch von Schloss Neuschwanstein. Mit dem Bus ging es zunächst nach Hohenschwangau, bevor die letzten 30 Minuten zu Fuß hinauf zum berühmten Märchenschloss zurückgelegt wurden. Bei einer Führung konnten die Klassen sogar einen Blick in das königsblaue Schlafzimmer von König Ludwig II. werfen, wo die komplette Einrichtung fein geschnitzt war. Natürlich durfte auch ein Abstecher zur Marienbrücke nicht fehlen, von der aus sich ein beeindruckender Blick auf das Schloss bot. Der Rückweg führte über den idyllischen Alpenrosenweg zurück zur Jugendherberge.

Eine weitere große Herausforderung war die Wanderung bei leichtem bis starkem Nieselregen hinauf zum Alatsee, einem kleinen idyllischen Bergsee mitten in der Natur. Von dort ging es über einen Wurzelsteig hinunter zum Weißensee. Besonders schön war der Weg direkt am Ufer entlang durch ein Felsentor. Die lange Wanderung forderte viel Ausdauer, sodass am Ende einige Schülerinnen und Schüler ziemlich erschöpft, aber auch stolz auf ihre Leistung waren.

Am dritten Tag wartete mit dem Kanufahren auf dem Forggensee ein echtes Teamerlebnis. Unter Anleitung eines erfahrenen Guides lernten die Schülerinnen und Schüler die Grundtechniken des Kanufahrens und konnten diese direkt auf dem größten Stausee Deutschlands ausprobieren. In den großen Kanus mit vier oder fünf Personen waren Teamgeist, Zusammenarbeit und gute Absprachen besonders wichtig – und natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz. Entscheidend war vor allem der Steuermann, der seiner Gruppe die Anweisungen erteilen musste.

Sportlich ging es auch am vierten Tag weiter: Im Waldseilgarten „Höllschlucht“ bei Pfronten konnten sich die Klassen beim Klettern, Balancieren und Schwingen durch die Baumkronen beweisen. Über Brücken, Netze und schwankende Baumstämme ging es hoch hinaus, und besonders die rasante Fahrt mit der Seilrutsche über den Wildbach sorgte für viel Begeisterung. Dank der Betreuung durch Fachkräfte konnten alle dieses Abenteuer sicher genießen.

Und auch das Wetter wurde von Tag zu Tag besser: Ab Donnerstag zeigte sich schließlich die Sonne, und das Allgäu präsentierte sich von seiner schönsten Seite. Plötzlich waren auch die beeindruckenden Berge in ihrer ganzen Pracht zu sehen – ein Anblick, der viele begeisterte.

Nach dem letzten gemeinsamen Frühstück hieß es am Freitag Abschied nehmen. Mit Lunchpaketen für die Heimfahrt und vielen schönen Erinnerungen im Gepäck traten die Schülerinnen und Schüler die Rückreise an. Bei strahlendem Sonnenschein und mit einem letzten Blick zurück auf die beeindruckende Bergkulisse ging es wieder nach Hause.

Die Fahrt ins Schullandheim war für alle ein besonderes Erlebnis – voller gemeinsamer Abenteuer, neuer Freundschaften und vieler schöner Momente, die sicher noch lange in Erinnerung bleiben werden.